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Der Fisch und sein beherrschender Planet

Posted by admin on March 29th, 2011 and filed under Astrologie | Comments Off on Der Fisch und sein beherrschender Planet

Der Planet, dessen Charakter dem der Fische am nächsten kommt und der ihnen deshalb zugeordnet ist, weil er „im Zeichen herrscht”, ist Neptun. Er ist etwa 30-mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde und sein Durchmesser ist etwa dreieinhalb mal so groß wie der unseres Heimatplaneten. Für eine Umkreisung der Sonne braucht er ungefähr 165 Erdenjah­re.

Neptun ist der viertgrößte der Planeten, besitzt aber, wie die anderen großen Planeten, nur eine verhältnismäßig geringe Dichte. Er ist von einer äußerst starken Atmosphäre umgeben, in der Methan (das auf der Erde als Sumpfgas vorkommt) reichlich vertreten ist. Der Franzose Urbain Jean Joseph Leverrier, der die Bahn des Neptun aufgrund von Störungen in der Uranusbahn exakt vorausberechnet und somit die Auffindung dieses neuen Plane­ten erst möglich gemacht hatte, bewies auch eine glückliche In­tuition, als er für diesen Planeten den Namen Neptun vor­schlug.

Bläulich grün wie die Farbe des Neptun ist auch die des Oze­ans, dessen Herr der griechische Gott Poseidon (römisch Nep­tun) ist. Dieser ist ein Bruder des Zeus (römisch Jupiter) und stammt von Kronos (römisch Saturn) und Rhea ab. Saturn, der dem Göttergeschlecht der Titanen angehörte, wurde von der Folgegeneration entmachtet, nachdem er sich vergeblich be­müht hatte, diese gänzlich zu verschlingen.

Neptun hielt den Vater mit dem Dreizack in Schach, wäh­rend ihn Zeus mit dem Blitz niederschlug. Der Dreizack ist auch das astrologische Symbol für das Prinzip des Neptun. Dieser Gott ist höchst merkwürdig und facettenreich. Im Hin­blick auf Üppigkeit und großzügigen Lebensstil eifert er sei­nem Bruder Jupiter nach.

Das Äußere des Neptun ist eher Furcht erregend, für man­che seiner Erwählten sogar ausgesprochen abschreckend. Die ungeheure Fruchtbarkeit des Neptun bringt unter anderem auch personifizierte Naturgewalten wie die Charybdis hervor, jenen gewaltigen Wirbelstrom, gegen den sich später Odysseus auf seiner langen Irrfahrt behaupten muss. Die Skylla wiede­rum, jenes andere grausige Ungeheuer, das den Dulder Odys­seus bedroht, furchtbar anzusehen mit ihren sechs Hundeköp­fen, war die Geliebte des Meergottes.

Die Eigenschaften dieses Gottes sind eben jene, welche die Astrologie auch mit ihrem Urprinzip Neptun verbindet, das durch den grünlichen Planeten verkörpert wird. In manchem gleicht Neptun dem Jupiter. So z. B. in seinem übermäßig star­ken Hang zum Großen, Großartigen und Üppigen. Doch bei Neptun ist dieser Zug ins Maßlose gesteigert. Das Prinzip dieses Planeten erkennt keine Grenzen und kein Maß an. Zügellos sind seine Fantasien und Leidenschaften. Neptun ist triebhaft und erkennt auch selten fixe Grenzen an.

Neptun fühlt sich überall dort wohl, wo Verwirrung und Missverständnis, Chaos und Durcheinander herrschen. Natür­lich ist er auch in der Zauberei erfahren und hat große Macht über die Träume. Man könnte sein Prinzip am besten wohl mit dem Grundbegriff „Lösung” umschreiben. Wenn sich ein fester Stoff in einer Flüssigkeit löst, so ist er in ihr durch und durch anwesend, und doch ist er nicht mehr in seiner ursprünglichen Gestalt erkennbar. So neigt auch das Prinzip Neptun dazu, al­les, von dem es Besitz ergreift, gestaltlos zu durchfluten, un­greifbar, aber allgegenwärtig.

Von der Lösung gelangen wir zur Auflösung. Einerseits spricht man von der Lösung eines Problems und der Auflösung eines Rätsels – dies verweist uns auf die neptunische geniale Er­kenntniskraft, die allerdings die Grenzen des Alltäglichen weit hinter sich lässt. Andererseits drängt alles Neptunische zur Auf­lösung in der Weite des Alls und im Ozean des Unbewussten. Dieses Signum bedeutet Tiefe und Weite, Lust und Erlösung, Chaos und Vision, Wahn, Rausch und Ekstase. Es ist ein Prin­zip, das im Alltagsleben oft genug zu Täuschung und Verwir­rung führt. Seine positive Qualität entfaltet es nur im Außergewöhn­lichen – in der Kunst, der Religion und in dem großen Myste­rium, an dem alles Leben teilhat – der Liebe.

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