alles über Partnerhoroskope, Geburtshoroskope…

Der Mars, der Planet des Widders

Posted by admin on November 25th, 2010 and filed under Astrologie | No Comments »

Dem feurigen Temperament des Widders entspricht am bes­ten der „rote Planet”, der Mars, dessen aggressive Farbe von dem hohen Eisengehalt seiner Gesteine herrührt. Sein Er­scheinen am Himmel hat etwas Dramatisches, ja — selbst für heutige Menschen noch — Furchterregendes an sich. Jeweils ein Jahr lang ist er, wenn nicht unsichtbar, nur als unscheinba­res Sternchen unter vielen zu erkennen. Alle zwei Jahre aber nimmt er während weniger Wochen für Beobachter auf der Er­de gewaltig an Helligkeit zu und erstrahlt einige Monate hin­durch bald düster, bald flammend rot glühend vom mitter­nächtlichen Himmel.

Mars bezeichnet in der Astrologie zudem seit alters her Be­wegungsenergie, Aktivität, Kampf und Zerstörung. Dies darf nicht ausschließlich negativ verstanden werden. Denn bevor etwas Neues aufgebaut werden kann, muss erst etwas Altes von seiner Stelle gerückt und nicht selten zerstört werden. Da­für sorgt das „Prinzip des Mars”, und er geht dabei gewöhnlich nicht sehr zimperlich vor.

Dem Mars sind die Waffen zugeordnet, überhaupt alle spit­zen und scharfen Gegenstände, Säuren, Fieber, Wüsten, heiße und trockene Landstriche. Zum Mars gehören auch alle schar­fen und bitteren Kräuter, eisenhaltige Gemüse und Früchte; Raubtiere wie Wolf (somit auch Hund) oder Habicht sind klar als marsisch zu erkennen. Auch blutrote Edelsteine wie Granat und Rubin unterstehen dem Mars, ebenso die Farbe Rot. Sie symbolisiert Blut — Verletzung — Krieg — Herz – Leidenschaft — Erregung — Kampf. Mars symbolisiert Aggression und An­griffslust. Er verkörpert das Ur-Männliche, die aktiv-triebhafte Seite der Sexualität, Eroberung, flammende Leidenschaft.

Mars ist der Kriegsgott. Die statistischen Untersuchungen von M. und F. Gauquelin haben das alte astrologische Erfah­rungsgut bestätigt: Überdurchschnittlich viele Militärs und Sportler haben Mars im Geburtshoroskop an hervorragender Stelle, das heißt entweder aufgehend am Horizont oder am höchsten Punkt seiner Bahn.

Mars war der Kriegsgott der Römer, die Griechen verehrten ihn als Ares (merkwürdig die Ähnlichkeit des Wortstamms mit lat. Aries = Widder). Diese Gottheit ist freilich viel älter und war, unter verschiedenen Namen, bei allen Kulturen des Alter­tums bekannt. Selbst das Christentum, das anscheinend so ra­dikal mit den alten Göttern aufräumte, verehrt Gestalten mit „marsischen” Zügen: den Erzengel Michael mit dem Flammen­schwert, den Hl. Georg als Drachentöter mit der Lanze und den Hl. Martin, den Schutzpatron der Soldaten.

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Was ist eigentlich ein Horoskop?

Posted by admin on November 24th, 2010 and filed under Astrologie | No Comments »

Die Astrologen sind der Überzeugung, dass gewisse kosmi­sche Faktoren unser Leben von Geburt an beeinflussen.

Zu diesen Faktoren gehören:

- Sonne und Mond

- die Planeten Merkur bis Pluto

- manche Kleinplaneten wie Pallas und Juno (Asteroiden) sowie Chiron und Pholus (Kleinplaneten zwischen Saturn und Neptun)

- der Mondknoten (der Schnittpunkt der Mondbahn mit der Ekliptik)

- der Brennpunkt der Mond-Ellipse (genannt „Lillith”) sowie weitere, unbewiesene Himmelskörper.

Keinen Einfluss haben dagegen die Sterne, auch nicht die Sternbilder. Wenn den Astrologen von Gegnern vorgehalten wird, sie würden mit falschen Sternbildern arbeiten, so ist dies nicht richtig. Die Astrologen stützen sich bei ihrer Tätigkeit keineswegs auf Sternbilder, sondern auf Tierkreiszeichen. Dass beide gleiche Namen haben, ist historisch bedingt, hat aber nichts mit der Wirkungsweise der Astrologie zu tun.

In der Astrologie spielt die Zeit eine große Rolle, und zwar sowohl die Tages- als auch die Jahreszeit:

Die Jahreszeit wird durch Angabe des Tierkreiszeichens be­rücksichtigt, in dem sich Himmelsfaktoren zur Zeit der Geburt aufhalten. Wenn jemand sagt, er sei ein Schütze, so meint er damit, zur Zeit seiner Geburt stand die Sonne in einem be­stimmten Zeichen, also in einem bestimmten zeitlichen Abstand vom Beginn der Tierkreiszählung, dem Frühlingspunkt. Im Prinzip ist der Tierkreis also eine Verfeinerung des Jahresab­laufes. Ein Tierkreiszeichen beeinflusst die Wirkung des Him­melsfaktors, z. B. der Sonne, aber auch der anderen Planeten. Es wirkt wie eine Art Farbfilter, der die Wirkung eines Plane­ten verändert.

Die Tageszeit findet ihren Niederschlag in den Häusern, laut Astrologie Gebiete des menschlichen Lebens, in denen ein Himmelsfaktor Einfluss hat. Ein wichtiger Faktor ist ferner der Aszendent, die Spitze des ersten Hauses und der Punkt der Ekliptik, der zur Zeit der Geburt gerade aufsteigt.

Zur Veranschaulichung aller kosmischen Einflussgrößen brauchte man eine dreidimensionale Darstellung des Himmels, im Zeitalter der Computergrafik kein Problem. Doch da die Astrologie gewisse Traditionen wahrt und zudem die Planeten fast in einer Ebene liegen — in der Ebene der Ekliptik — begnügt sie sich mit der Darstellung dieser Ebene. Sie wird als Kreis ge­zeichnet, alle wichtigen Faktoren und ihre gegenseitigen Wech­selwirkungen finden Platz auf diesem Kreis. Das Ganze nennt man dann Horoskop.

Ein Horoskop ist also das vereinfachte zweidimensionale Ab­bild des Sternenhimmels zu einem bestimmten Zeitpunkt (Ge­burtszeit), von einem bestimmten Ort der Erde aus gesehen (Geburtsort).

In ein Horoskop werden die Planeten und die anderen Fak­toren eingezeichnet — der Tierkreis, die Häuser sowie die Win­kelbeziehungen zwischen den Horoskop-Faktoren, Aspekte genannt. Schauen wir uns den Aufbau eines typischen Horos­kops an!

Der wichtigste Teil ist die waagerechte Linie. Sie bezeichnet den Horizont. Planeten unterhalb des Horizonts befanden sich auch zur Zeit der Geburt unterhalb des Horizonts, waren also unsichtbar (im Beispiel von links nach rechts: Uranus, Saturn, Jupiter, Pluto, Mondknoten, Neptun). Planeten oberhalb des Horizonts befanden sich auch zur Zeit der Geburt oberhalb des Horizonts, waren also sichtbar (im Beispiel von rechts nach links: Mond, Mars, Merkur, Sonne, Venus).

Hier kann man schon die erste Deutung vornehmen. Je mehr Planeten unterhalb des Horizonts liegen, desto mehr lebt dieser Mensch in seiner eigenen Welt. Er hat eine reiche Fantasie, aber Schwierigkeiten, sich in der „wahren” Welt durchzuset­zen. Je mehr Planeten oberhalb des Horizonts liegen, desto mehr lebt dieser Mensch in der Wirklichkeit. Er kann sich gut durchsetzen, hat aber Schwierigkeiten, sein Innenleben zu er­kennen.

Ganz links im Bild liegt der Aszendent (abgekürzt „AC”), das ist der Punkt am östlichen Horizont, also dort, wo die Sonne aufgeht. Bei einer Geburtszeit um Sonnenaufgang müsste im Horoskop die Sonne also direkt am Aszendenten liegen. Gleichzeitig ist der Aszendent die Spitze des ersten Hauses.

Dem Aszendenten gegenüber liegt der Deszendent (von lat. „descendere” = untergehen, abgekürzt „DC”), also dort, wo die Sonne untergeht. Bei einer Geburtszeit um Sonnenuntergang müsste im Horoskop die Sonne also direkt am Deszendenten liegen. Gleichzeitig ist der Deszendent die Spitze des siebten Hauses.

Der höchste Punkt des Himmels, Zenit genannt, liegt nicht auf der Ekliptik, ist also in einer Horoskopzeichnung nicht sichtbar. Projiziert man ihn ins Horoskop (auf die Ekliptik), dann entsteht ein Punkt, der als MC bezeichnet wird, das ist ei­ne Abkürzung für „medium coeli” = Himmelsmitte. Er ist die Spitze des zehnten Hauses. Das Gegenteil, der tiefste Punkt des Himmels, heißt Nadir, für seine Projektion auf die Ekliptik steht die Abkürzung IC, lat. „immum coeli” = Himmelstiefe. Er ist die Spitze des vierten Hauses. Diese Punkte bedeuten nun, ganz grob gesagt, Folgendes: AC: Erscheinungsbild, DC: Be­ziehung zu Partnern, MC: Lebensziele, IC: Kindheit.

Die Zahlen am Rand des Horoskops stehen für die Spitzen der übrigen Häuser. Außen sehen wir den Tierkreis, gekenn­zeichnet durch seine Symbole, innen die Planeten, ebenfalls ge­kennzeichnet durch die entsprechenden Symbole, die durch unterschiedlich dicke und unterschiedlich farbige Striche ver­bunden sind. Die Farben weisen auf die Art des Aspektes hin, die Dicke auf die Genauigkeit.

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Astrologie und Statistik

Posted by admin on September 26th, 2010 and filed under Astrologie | No Comments »

Der Franzose Michel Gauquelin hat ausgehend von tiefer Skepsis gegenüber der Astrologie statistische Untersuchungen angestellt, die zunächst dem Ziel dienten, die Unwissenschaftlichkeit astrologischer Aussagen nachzuweisen. Wie nicht anders zu erwarten, gelang ihm das mühelos. Zu seinem eigenen Erstaunen bemerkte er allerdings im Folgenden, dass der Einfluss der Stellung bestimmter Planeten – besonders des Mars – auf die Ausbildung bestimmter Fähigkeiten besondere, überdurchschnittliche Auswirkungen zu haben schien, und zwar besonders dann, wenn der Planet zum Zeitpunkt der Geburt dieses Menschen am Horizont (Aszendent oder Deszendent) oder am höch­sten Punkt des Himmels (Medium Coeli) stand.

Bei der Überprüfung der statistischen Wahrscheinlichkeit dessen, dass Men­schen, die als Widder geboren wurden, bestimmte Eigenschaften besitzen, die von Astrologen als typisch für den Widder hingestellt wurden, erlebte Gauque­lin jedoch Schiffbruch. Das Erstaunliche ist, dass ihn dies verwunderte, ob­gleich er zuvor bereits den gleichen Schiffbruch mit dem Versuch erlitten hatte, eine Korrelation des Sonnenstandes mit bestimmten Begabungen nach­zuweisen. Wenn dies nicht möglich ist, kann auch die Verbindung mit den Tierkreiszeichen nicht funktionieren, denn diese sind ja definiert als dasjenige Zeichen, in dem die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt stand. Sonnen- oder Tierkreiszeichen-Horoskope sind eben nicht aussagekräftig genug – mit einer Untersuchung der Geburtsherrscher hätte Gauquelin vermutlich mehr Glück gehabt.

Berechnungen der Massenanziehungskraft der verschiedenen Faktoren, die bei der Geburt eines Kindes anwesend sind, wurden zum Streitfall, etwa ob die Gravitationskraft des im Kreißsaal anwesenden Arztes größer oder kleiner sei als die des Planeten Mars – eine pure Haarspalterei. Denn die Massenanzie­hungskraft des Mondes ist jedenfalls größer als die beider, und sie wird bei weitem überstrahlt von jener der Sonne. Nun ist die des Mondes, wie wir alle wissen, gerade so groß, dass es einen Unterschied ausmacht, wo der Mond gerade steht – wie man an dem Unterschied zwischen Ebbe und Flut leicht merken kann. Die Anziehungskraft der Sonne hingegen scheint grundsätzlich so groß zu sein, dass die relative Position (Tagesspitze/Nachttiefe/Auf­gang/Untergang) und daraus hervorgehende Unterschiede in der Wirkung völlig belanglos sein dürften. Das kann man sich wie bei einer Verbrennung vorstellen: Ob die Herdplatte 180° oder 200° heiß ist, ist für die Hand, die sich an ihr verbrennt, ziemlich gleichgültig. Oder anders ausgedrückt: Mehr als reagieren kann das Neugeborene nicht auf die Sonnenenergie.

Andere, entferntere Planeten wirken hingegen sehr wohl in Abhängigkeit von ihrer Stellung unterschiedlich stark, wie das oben angesprochene Beispiel von Mars zeigte. Das lässt sich wohl damit erklären, dass sie anders wirken als die Sonne – was kein Wunder ist, schließlich handelt es sich um Planeten, nicht um Sterne – und bei ihnen ein Unterschied stärker ins Gewicht fällt. Das kann man sich vorstellen wie ein leises Geräusch, etwa das einer fallenden Schraube, das sich bei einem lauten, gleichförmigen Geräusch, etwa dem Gedröhn der Motoren eines Flugzeugs, sehr wohl durchsetzt und vor allem wegen seiner Andersartigkeit gehört wird.

Gauquelin schloss weitere Untersuchungen über die Auswirkung der Plane­ten auf den Menschen zum Zeitpunkt der Geburt an. Das ungeborene Kind bestimme seinen Geburtstermin normalerweise selbst, indem es durch Hor­monausschüttungen den Geburtsvorgang einleite. Bestimmte Planeteneffekte, die mit dem Horoskop der Eltern zusammenhängen, treten nach Gauquelin in überdurchschnittlich höherem Maße dann ein, wenn die Geburt an einem Tag mit intensiven geomagnetischen Störungen stattfindet. Die Planeten, auf deren Konstellationen ja die Erdmagnetfeldschwankungen zurückzuführen sind, wirken damit als Geburtshelfer und sorgen dafür, dass jeder Mensch sein eigentliches Schicksal bekommt.

Dieser Vorgang wird als Folge der seit vierzig Jahren üblichen medizinischen Eingriffe in den Geburtsvorgang immer seltener. Die Frage, ob eigentlich ein Kind, das »geholt« wird, mit dem Horoskop vom Tag seiner tatsächlichen Geburt sein »eigentliches« Horoskop erhält, oder ob dieses erst etwas später, an seinem gewollten Geburtstermin, gestellt werden sollte, ist interessant. Daran knüpft sich die Frage: Hat dieses Kind tatsächlich sein eigenes Schicksal, oder wie ist dieser Eingriff zu bewerten? – eine rein theoretische Erörterung, die bereits an der Definition dessen scheitert, was der »eigentliche« Geburts­zeitpunkt wäre.

Übrigens steht Gauquelin nicht allein: Im Januar 1972 wurde im Time Magazine ein Report der Atomforscher von Albuquerque veröffentlicht, dem­zufolge die Unfallgefahr für einen Menschen dann erhöht ist, wenn sich der Mond in der gleichen Stellung wie bei seiner Geburt befindet oder aber in der Opposition dazu.

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Planetenwirkungen

Posted by admin on September 23rd, 2010 and filed under Astrologie | No Comments »

Wie die Sache mit den Planeten und dem Schicksal konkret lief, darüber gibt es unterschiedliche Ausformulierungen. Wo das Schicksal in der Hand von Göttern lag, die auch in Gestalt von Planeten und Sternen sichtbar waren, ist es göttliches Wirken und kann auf verschiedensten Wegen zu den Menschen gebracht werden (man denke wieder an Dornröschens Feen).

Die Griechen dachten schon konkreter und glaubten an die Fernwirkung der Sterngötter durch ihre Lichtstrahlen. Dann kam nach »finsterem« Mittel­alter, den Hexenverbrennungen in der Renaissance und dem Rationalismus der Aufklärung das Zeitalter der Astronomie und Raumfahrt. Das zunächst mit der naiven Vorstellung, der liebe Gott sitze im Himmel auf der Wolke und spiele mit den Engelein, endgültig Schluss machte (wenn auch in teils überraschen­der Form, wenn man an das berühmte Zitat einer Astronautin denkt, die sagte, natürlich habe sie Gott gesehen, er sei schwarz und eine Frau).

Zunächst eine Tatsache, die in ihrer Einfachheit recht verblüffend klingt. Für die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, einen konkreten Einfluss der Sterne (oder, genauer: der astrologischen Planeten) auf unser Erdenleben anzuneh­men, ist sie jedoch äußerst relevant. Diese Tatsache lautet: Das Weltall ist nicht unendlich groß. Es ist zwar riesig, aber nicht unendlich groß. Das bedeutet, es gibt nicht unendlich viele Gestirne, die auf uns einwirken, sondern nur eine begrenzte Anzahl. Und wenn diese Anzahl begrenzt ist, dann bedeutet das, dass es für die Beurteilung kosmischer Kräfteverhältnisse keineswegs gleichgültig ist, wo die nächstgelegenen Sterne gerade stehen. Wären es unendlich viele Gestirne, dann würde das nicht nur bedeuten, dass es nachts nicht mehr dunkel würde, sondern dann würde sich auch die Kraft der einzelnen Planeten in unserer »Nähe« gegen die Gesamtkraft der unendlich vielen Himmelskörper neutralisieren. Dem ist aber nicht so, und daher spürt die Erde sehr wohl die Auswirkungen der Planeten des Sonnensystems auf die großen Massen am Äquator (denn sie »eiert« um den Pol der Ekliptik) und besonders des Mondes (Ebbe und Flut, wenn nicht noch viel mehr). Damit ist es also nicht so, dass wir sagen könnten, was gehen uns die Planeten an, die sind doch furchtbar weit weg.

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Mondastrologie

Posted by admin on September 15th, 2010 and filed under Astrologie | No Comments »

Unter Mondastrologie verstehen wir jene Tradition der Astrologie, die sich ausschließlich mit der Stellung des Mondes in den Zeichen des Tierkreises befasst. Im Laufe seines monatlichen Umlaufs um die Erde bewegt sich der Mond zweimal durch die Zeichen, einmal fallend von den Zwillingen bis zum Schützen, dann wieder steigend vom Schützen bis zu den Zwillingen. Die Punkte, in denen er die Ekliptik schneidet, sind die Mondknoten, und logischerweise gibt es einen steigenden und einen fallenden. In den meisten Horoskopen werden sie berechnet und ausgedeutet, in der Deutung werden sie nur in Zusammenhang mit Aspekten herangezogen, und sie spielen keine besonders wichtige Rolle.

Der griechische Arzt Galen verfasste im 2. Jahrhundert nach Christi Geburt eine Beschreibung des Mondeinflusses in jedem der Tierkreiszeichen, die er in seine Behandlung von Patienten einband. Aus dem Volksglauben stammt nun eine Tradition, die besonders im bäuer­lichen Almanach seit dem 18. Jahrhundert wichtig war und in jüngster Zeit wieder in unser Bewusstsein gehoben wurde Sie brachte die Stellung des Mondes in den einzelnen Zeichen mit dem Erfolg bestimmter Handlungen in Verbindung, als da wären: Wenn der Mond im Widder, Skorpion, Krebs oder den Fischen steht oder abnimmt, ist der richtige Zeitpunkt zum Baden. Bei zunehmendem Mond gedeckte Tiere werfen männliche Junge, bei abnehmendem Mond gezeugter Nachwuchs wird weiblich. Wichtig ist beim Lehmstechen die Wahl des richti­gen Zeitpunkts, nämlich im fallenden Mond, da der im steigenden Mond gestochene zu viel Ungeziefer enthält.

Steht der Mond im Zeichen des Widders, so darf man zwar die Haare schneiden, sie werden aber lockig. Krause Gemüse darf man im Widder säen, auch Korn und Gerste, jedoch keinen Flachs. Zum Beschneiden der Bäume sind Widdertage ebenso geeignet wie zum Heiraten, aber zum ersten Einspan­nen von Tieren oder zum ersten Anbinden einer jungen Kuh sind diese Tage nicht geeignet, die Tiere werden dann störrisch.

Steht der Mond im Stier, so ist das der geeignete Zeitpunkt, um Kälber, Hühner und Gänse abzugewöhnen; ob ein Stiertag ein guter Tag zum Säen sei, ist umstritten, aber Bau- und Brennholz soll man schlagen und neues Gesinde aufnehmen. Für Hochzeiten ist ein Stiertag ein regelrechter Unglückstag, für Kindstaufen auch nicht ideal: das Kind werde widerspenstig und grob, heißt es.

Wenn der Mond in den Zwillingen steht, ist eine gute Zeit zum Säen, zum Stecken von Kartoffeln, zum Propfen der Obstbäume, zum Verreisen und zum Kontaktieren eines Advokaten, um eine Streitsache anzunehmen.

Wenn der Mond im Zeichen des Krebses steht, kann man getrost umziehen, sollte allerdings die meisten anderen Tätigkeiten – auch den Hauskauf – lieber aufschieben. Geschnittene Haare werden kraus, Ehen werden unglücklich, wenn sie an einem Krebstag geschlossen werden, man darf keinen Dünger fahren und vor allem keine Pflanzen berühren oder säen; sie verkümmern dann oder wachsen nicht. Wenn der Mond im Zeichen des Krebses steht, darf man die Weinreben nicht schneiden, sonst gehen sie zurück; man darf sie überhaupt nur bei abnehmendem Mond schneiden. Holzfällen, Kaminbau und der Beginn der Fischerei an einem Krebstag sind ganz ungünstig, lediglich für das Waschen und das Stopfen der Bettfedern werden solche Tage empfoh­len – denn der Schmutz geht dann leicht rückwärts aus der Wäsche, und die Federn gehen nicht durch die Kissen durch, sondern immer rückwärts.

Wenn der Mond im Zeichen des Löwen steht, ist das zwar für die Tiere nicht so gut – wenn man sie erstmals auf die Weide schickt, werden sie wild -, aber dem Schlachten, Holzfällen, Schmelzen und anderen mit Hitze verbundenen Tätigkeiten ist der Löwe förderlich, und auch die meisten Pflanzen wachsen und gedeihen, wenn man sie an Löwetagen aussät oder schneidet.

Wenn der Mond im Zeichen der Jungfrau steht, soll man nicht die Haare schneiden, denn davon bekommt man Läuse, auch wenn man nicht im Zei­chen der Jungfrau geboren ist. Fürs Düngen sind solche Tage ganz ungünstig, günstig hingegen für die Baumpflege. Grundsätzlich ist die Jungfrau ein Sternbild, das auf die Pflanzen positive Auswirkungen hat – wenn man weiß, dass hinter ihr die antike Göttin Persephone steht, ist das kein Wunder (siehe oben die Schilderung des Mythos unter den Tierkreiszeichen). Wenn der Mond, am besten der Neumond, in der Jungfrau steht, soll man Pflanzen säen, bei denen die Blüte wichtig ist, also Gurken und Blumen, aber auch Kohl.

An Tagen, an denen der Mond im Zeichen der Waage steht, soll man weder Haare schneiden, noch Düngen oder Heuen, aber Kartoffeln stecken und Säen und Pflanzen. Besonders Bohnen und Zwiebeln tut die Waage gut. Kälber, die in der Waage entwöhnt werden, bekommen großes Gewicht, und auch zum Abrichten von Ochsen und Pferden, zum Kastrieren von Hammeln und zur Schafschur sind Waagetage besonders gut geeignet.

Wenn der Mond im Skorpion steht, soll man nicht mähen, denn die Kühe mögen dieses Heu nicht oder bekommen davon Läuse, und auch nicht säen, denn es geht viel Unkraut mit auf. Nur Gurken gedeihen, wenn man sie im Skorpion setzt.

Wenn der Mond im Zeichen des Schützen steht, gedeiht die Saat nicht, sie schießt. Bienen, die man im Frühjahr an einem Schützetag zum ersten Mal ausfliegen lässt, fliegen auf und davon, und ein Kalb, das im Schützen geworfen wurde, taugt nicht zur Aufzucht, es hält das Stillstehen im Stall nicht aus. Kugeln gießen und auch andere mit Feuer verbundene Tätigkeiten darf man an Tagen, an denen der Mond im Schützen steht, aber getrost durchführen.

Wenn man Haare schneidet, während der Mond im Steinbock steht, ergrau­en sie innerhalb eines Monats. Hülsenfrüchte soll man im Steinbock nicht säen, denn sie lassen sich nicht weich kochen. Dasselbe gilt für Kartoffeln und Karotten, sie werden stockig. Leinsamen wird fest, wenn man ihn im Steinbock sät, und wenn man pflügt, wird angeblich das Gras vernichtet. Zwiebeln soll man stecken, während der Mond im Steinbock steht, dann werden sie fest und hart, hingegen nicht im Schützen, denn dann schießen sie in die Höhe, und auch nicht im Wassermann, denn dann faulen sie bald.

Wenn der Mond im Zeichen des Wassermannes steht, soll man pflügen und Kinder und Tiere abgewöhnen.

Wenn der Mond im Zeichen der Fische steht, soll man kein Sauerkraut einmachen (es wird sonst wässrig), wohl aber bei Neumond seine Netze stricken, das sichert einen guten Fang. Ob das Wäschewaschen an einem Fische-Tag ratsam ist, ist umstritten, Kartoffeln jedenfalls soll man nicht an einem solchen Tag setzen, denn dann ersaufen sie. Für das Säen von Flachs, Gurken und Kohl ist ein solcher Tag jedoch vorteilhaft. Alle Wurzelpflanzen verzweigen sich nicht, wenn sie gesät werden, solange der Mond im Zeichen der Fische steht.

Die Beispiele ließen sich fast beliebig vermehren.

Diese Verbindungen der Namen der Tierkreiszeichen mit den Wirkungswei­sen des Mondes, wenn er in ihnen steht (Fische – Wasser, Jungfrau – Pflanzen, Löwe – Locken, Zwillinge-Vermehren), sind Eselsbrücken, die die Verbindun­gen anschaulicher und leichter merkbar machen sollen. Denn – wie Kritiker sofort einwerfen werden – die Benennung der Sternzeichen ist historisch gewachsen, es waren einmal 18 Sternzeichen, in denen der Mond stand, und der Mond »weiß« nicht, wo er gerade steht. Stimmt. Es geht wieder einmal um Kräfteverhältnisse von planetarischem Ausmaß.

Hinter solchen Zuordnungen steckt lange bäuerliche Erfahrung. Sie beruht auf der unumstrittenen Tatsache, dass der Einfluss des Mondes auf das Leben auf der Erde sehr wohl zu spüren ist, noch dazu auf einer sehr vitalen Ebene. Seinen Einfluss auch auf anderen vitalen Lebensbereichen anzunehmen, ist also nur naheliegend. Die Tatsache, dass er dort nicht so sichtbar ist wie bei der weiblichen Menstruation, steht dem nicht grundsätzlich entgegen.

Erfahrungswerte, die man sich über Eselsbrücken leicht merken kann, sind außerdem besser als keine Erfahrungswerte, vor allem, wenn es um so elemen­tare Dinge wie Aussaat oder Ernte geht.

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Ptolemäische Astrologie

Posted by admin on August 10th, 2010 and filed under Astrologie | No Comments »

Nach Klaudios Ptolemaios benannte Form der Astrologie. Ptolemaios war ein berühmter Mathematiker, Astronom, Astrologe, Geograph und Erkenntnis­theoretiker, der sich auch mit Optik und Harmonielehre befasste. Er lebte in Alexandria und starb zu Zeiten der Regierung des Kaisers Marc Aurel (161— 180). Er verfasste ein astronomisches Hauptwerk, das nach der arabischen Übersetzung als der Amalgest bekannt wurde, und darauf aufbauend ein vier-bändiges Werk über Astrologie, den Tetrabiblos.

Im System des Ptolemaios steht die Erde unbeweglich im Mittelpunkt des Weltalls, um die Erde herum dreht sich die Sonne in einem exzentrischen Kreis. Der Mond und die Planeten bewegen sich auf je einem Epizykel, dessen Mittelpunkt jeweils einen exzentrischen Kreis um die Erde durchläuft. Die Reihenfolge der Planeten bei Ptolemaios lautet: (Erde), Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn. Die Fixsternsphäre, die in ihrer täglichen Dre­hung um die Erde sämtliche Himmelskörper mitnimmt, umschließt das Ganze.

Dieses ptolemäische Weltbild beherrschte 1400 Jahre lang das Denken Europas, bis es vom kopernikanischen Weltbild, das die Sonne als Zentrum unseres Planetensystems annimmt, abgelöst wurde.

Im Tetrabiblos stellt Ptolemaios das astrologische Wissen früherer Jahrhunder­te zusammen. Er beginnt mit dem Gedankengang: Da es evident ist, dass Sonne und Mond eine Einwirkung auf das irdische Leben haben (durch die Jahreszei­ten, die Ebbe und Flut und so weiter), sei es sinnvoll zu prüfen, welche Einwirkungen die anderen Planeten auf das Leben auf der Erde haben könnten.

Die Astrologie sei auf zwei Gebieten dem Menschen von Nutzen: auf dem allgemeinen, das sich mit Staaten, Ländern oder Gemeinden befasst, und auf dem speziellen, das sich mit Individuen befasst. Nun kommt die Klimalehre hinzu, der zufolge Nationen in Abhängigkeit ihres Klimas verschiedenartige Temperamente besitzen. Zum Beispiel seien die Bewohner der nördlichen Länder von extrem kalter und feuchter Körperbeschaffenheit, deshalb haben sie eine helle Hautfarbe, glattes Haar, seien hochgewachsen und eher füllig, von kühler Gemütsart und wilden Umgangsformen als Folge der dauernden Kälte.

Beim Erstellen eines Geburtshoroskops, so greift er eine alte Streitfrage auf, seien zwar idealerweise das Horoskop für die Empfängnis- und für die Geburtszeit zu stellen, doch abgesehen von den Schwierigkeiten, die sich dabei ergeben, könne die Empfängnis letzten Endes wohl doch nur als Erzeugung menschlichen Samens (im Sinne eines Samenkornes) angesehen werden, die Geburt hingegen als die Erzeugung des Menschen selbst, da das Kind, so Ptolemaios, bei der Geburt zahlreiche Eigenschaften erwirbt, die es in der Gebärmutter noch nicht besitzen kann und die nur der menschlichen Natur eigen sind (erst die moderne Gehirnphysiologie wies nach, dass da etwas anders zu sehen sein dürfte).

Je nachdem, wo ein bestimmter Planet im Horoskop steht, prägt er das Aussehen des Menschen: Mars in der Osthälfte des Diagramms verleiht dem Menschen ein orientalisches Aussehen und einen Körper, dessen Temperie­rung sich hauptsächlich aus Feuchtigkeit und Kälte zusammensetzt. Saturn im westlichen Teil des Diagramms macht einen dunklen Typ mit dünnem, eher kleinen Körper, dessen Temperierung hauptsächlich aus Trockenheit und Kälte zusammengesetzt ist.

Weitere Angaben betreffen aus dem Horoskop ablesbare, wahrscheinliche Krankheiten, Charaktereigenschaften wie Gerechtigkeitssinn, Beständigkeit etc. und Aspekte der Planeten zueinander, bei denen die Frage von Bedeutung ist, ob ein Planet in einem sympathischen Zeichen steht.

Die Lehre von den 12 Orten, die die Ekliptik, beginnend beim Horoskopos (= dem Aszendenten), in zwölf gleiche Orte teilt, deren jeder über ein Lebens­gebiet aussagt (die Häuser oder Felder unseres Horoskopes) und die Katar­chenlehre, die nach der Sternstellung beim Beginn einer Handlung oder eines Projekts dessen Ausgang bestimmt, hat Ptolemaios in seinen Tetrabiblos nicht aufgenommen.

Da der Tetrabiblos in der gesamten antiken Welt bald zum Handbuch schlechthin wurde und auch unter dem Kalifen Harun al-Raschid in mehreren Exemplaren in seine Bibliothek gebracht wurde, wo mehrere arabische Übersetzungen davon entstanden, ist er tatsächlich gut erhalten auf uns gekommen. Seit der Renaissance bildete er lange Zeit wieder die Grundlage der Astrologie.

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Horoskop und psychologische Beratung

Posted by admin on August 9th, 2010 and filed under Astrologie | No Comments »

Der Psychologe und Astrologe Fritz Riemann trat überzeugend für einen Einsatz der Astrologie in der psychologischen Beratung ein. Er schildert die Situation für jeden, der sich noch in den siebziger Jahren mit Astrologie befassen wollte: »Die Ablehnung der Astrologie von Seiten der Wissenschaft, die sie zum Aberglauben stempelt, hat dazu geführt, dass sie vorwiegend von »Außenseitern« betrieben wird. Das wiederum hatte die Folge, dass man bei ernsthafter Beschäftigung mit ihr damit rechnen muss, an Vertrauenswürdig­keit zu verlieren – als Therapeut bei Patienten und Kollegen. Bei Kollegen gilt das allerdings vorwiegend von Psychoanalytikern aus der Schule von Freud; Therapeuten Jungscher Richtung sind für die Verbindung von Astrologie und Psychotherapie aufgeschlossener.

Psychoanalytikern ist astrologisches Denken gar nicht so fremd, denn beide gehen von einem Grundkonzept sehr früher Prägungen aus, auf denen die Persönlichkeitsentwicklung aufbaut. Beide meinen, dass diese frühen Prägun­gen für eine gesunde Wesensentfaltung aufgedeckt werden sollten, denn wenn wir unsere Anlagen und Möglichkeiten erkennen (das klassische Stärken-Schwächen-Profil im tieferen Sinn), können wir Vergangenheit aufarbeiten und damit einen befreiten Umgang mit unserer Persönlichkeit beginnen.

Der Analytiker, der die Grundstruktur der Persönlichkeit eines Patienten in Form seines Horoskops vor sich hat, verfügt damit über ein wichtiges externes Korrekturmittel, das ihm hilft, bei Übertragungen und Gegenübertragungen nicht den Patienten aus den Augen zu verlieren.

Diese Funktion kann das Horoskop umso leichter erfüllen, als sich einige Planetenprinzipien ohne Schwierigkeiten in psychoanalytische Terminologie übertragen lassen: Die Sonne entspricht dem Drang nach Freiheit und Auto­nomie zwischen den Extremen von narzisstischem Größenwahn und mangeln­der Kraft zur Selbstbestimmung, der Mond entspricht den unbewussten Regio­nen der Seele zwischen Traumwelt und oraler Mutterbindung, Merkur ver­körpert das Denken zwischen intellektuellem Skeptizismus und ungenügend entwickelter Denkfunktion als Extreme, und so weiter. Der Blick in die Zu­kunft, der in der Astrologie über die Beobachtungen künftiger Planetenbewegungen und daraus resultierender Konstellationen möglich ist, hilft mögli­cherweise, bei Suizidgefährdeten den Zeitpunkt der nächsten Krise einzugren­zen.

Das Horoskop präsentiert sich insgesamt als wichtige und dazu objektive Ergänzung des Bildes einer Persönlichkeit, was gerade bei Therapeuten sehr hilfreich sein kann. Da man in der Praxis nicht von jedem Therapeuten erwarten kann, dass er eine astrologische Ausbildung absolviert, könnte er den Patienten bitten, sein Horoskop mit einem erfahrenen Astrologen zu besprechen, oder sich von diesem die Erlaubnis holen, das an seiner Stelle zu tun.

Gleichzeitig sollte aber auch ein Astrologe, der als praktizierender Berater tätig ist, eine informatorische tiefenpsychologische Analyse durchgemacht haben, um zu verhindern, dass er eigene unbewusste Probleme in ein zu besprechendes Horoskop projiziert. Eine andere Möglichkeit, dies zu vermei­den, könnte darin bestehen, dem Leser eines astrologischen Ratgebers das Horoskop des Autors vorzulegen, damit dieser selbst auf derartige Übertragun­gen aufmerksam werden und sie bei der Lektüre berücksichtigen kann.

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Kabbalistische Astrologie

Posted by admin on August 7th, 2010 and filed under Astrologie | No Comments »

Die Anwendung kabbalistischer Zahlendeutungen auf Sterne oder Namen und Geburtsdatum eines Individuums wird als kabbalistische Astrologie bezeichnet. Dabei gibt es zwei Strömungen. Die ältere basiert darauf, dass Sterne durch gedachte Linien miteinander verbunden werden, welche Buchstaben des hebräischen Alphabets ergeben, und diese werden dann gedeutet.

Im 19. Jahrhundert wurde in Frankreich eine weitere Form der kabbalisti­schen Astrologie entwickelt. Sie kommt trotz ihres Namens gänzlich ohne Sternenkunde aus. Da sie sich in besonders konsequentem Maße jeder noch so wohlmeinenden Verbindung mit physikalischen Sachverhalten im weitesten Sinne entzieht, ist sie keineswegs unumstritten, sie hat aber den Vorteil, dass man über denjenigen, dessen Horoskop zu stellen ist, nicht mehr als Namen und Geburtsdatum zu wissen braucht.

Bei dieser Form der kabbalistischen Astrologie geht es darum, aus den Werten der Buchstaben von Vor- und Zunamen, aus Jahr, Monat und Tag der Geburt das Schicksal zu erfahren. Dazu werden in einem komplizierten Um­rechnungsverfahren Schicksalszahl, Grad und Ordnungszahl des Tierkreiszei­chens und der Schicksalsplanet festgelegt und diese Konstellation entspre­chend gedeutet. Ziel ist auch hier das Erkennen des eigenen Schicksals.

Wegen der leichten Durchführbarkeit werden Horoskope auf dieser Basis bis heute vielfach in Annoncen beworben und angeboten.

Eine Sonderform der kabbalistischen Astrologie tritt unter der Bezeichnung Psychologie des Namens an. Hier wird noch nicht einmal mehr das Geburts­datum gebraucht, nur der reine Name wird gedeutet. Das Ergebnis dieser Psychologie des Namens ist aber auch nichts, was den Namen »Horoskop« für sich beansprucht, sondern die reine Selbsterkenntnis. Jeder Buchstabe ist demzufolge Träger einer spezifischen Energie und mit einer besonderen Energie-Zahl verbunden. Alle Buchstaben haben ihren logischen Platz, ihre Reihenfolge, in der sie buchstäblich aufeinander aufbauen. Und so offenbart ein Name, welche Energien uns leiten – und verleiten. Anhand des Namens lasse sich erkennen, wie unser Denken und Handeln miteinander jonglieren, wer wir sind und wer wir sein wollen, wie wir uns geben und wie uns andere sehen. Und auch, wie eine Namensänderung unvermeidbar unser Leben verändert – ein Gefühl, das wohl jede Frau, die bei der Eheschließung ihren Mädchennamen vollständig abgelegt hat, in gewisser Weise nachvollziehen kann.

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5 Dinge, die Sie über ein kostenloses Horoskop wissen sollten

Posted by admin on November 4th, 2009 and filed under Astrologie | No Comments »

Für die, die an Schicksal glauben, dient das Horoskop als Schnittstelle zwischen Gegenwart und Zukunft. Eine Person mit einem eingehenden astrologischen Wissen ist zur Erstellung und Deutung von Horoskopen befugt. Der Anfang Astrologie reicht mehr als 3000 Jahre zurück.

Es wird geraten, sich an die folgenden fünf Punkte bei der Lektüre eines kostenlosen Horoskops zu erinnern, um ein besseres Verständnis des Themas zu haben.

Geschichte

Die Praxis der Astrologie hat ihre Wurzeln im alten Griechenland. Sie bedeutet „Wissenschaft der Sterne“. Die Astrologie beruht auf dem Glauben, dass das Schicksal eines Menschen direkt von der Position der Sonne und der Planeten abhängig ist. Den Chaldäern aus Babylon wird nachgesagt, die Urväter der Horoskopdeutung zu sein. Knapp gefolgt von China und Ägypten. Die Chinesen waren die ersten, die einen Zusammenhang zwischen der Sonnenbahn und den Jahreszeiten erkannten.

Ein weiterer wichtiger Vertreter war Plato um 500 vor Christus. Jedoch verlor die Astrologie an Popularität, nachdem Galileo Galilei der erste war, der ein Teleskop benutzte, um die Sterne zu beobachten.

Definition

Ein Horoskop wird als Geburtsdiagramm definiert, das benutzt wird, um den Einfluss der Gestirne und der Planeten auf des Leben eines Menschen zu analysieren und sagt eine Reihe von wahrscheinlichen Ereignissen voraus, die in seiner Zukunft möglicherweise eintreten werden. Der wahrscheinliche Kurs der Zukunft einer Person hängt vom Tierkreiszeichen ab, unter dem er geboren wurde.

Das griechische Horoskop

Das Geburtshoroskop einer Einzelperson beschäftigt sich im Allgemeinen mit Datum, Zeit und Geburtsjahr. Jedes Jahr wird in zwölf Teile geteilt, die jeweils nach einer Konstellation benannt werden. Einem Individuum wird ein Tierkreiszeichen dementsprechend zugewiesen. Jedes Tierkreiszeichen wird durch positive und negative Merkmale gekennzeichnet.

Es gibt 12 verschiedene Tierkreiszeichen. Sie sind Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Die Personen, die jeder Kategorie angehören, werden durch bestimmte charakteristische Merkmale diesem Sternzeichen zugeordnet.

Das chinesische Horoskop

Die chinesischen Horoskope unterscheiden sich von der griechischen Variante. Anders als das abendländische Horoskop, das Namen der Sternenkonstellationen vergibt, wird das chinesische Horoskop mit Namen eines Tieres wie Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Affe, Pferd, Ziege, Schwein, Hahn und Hund gekennzeichnet.

Glaubwürdigkeit eines kostenlosen Horoskops

Das Horoskop hat in letzter Zeit stark an Popularität gewonnen, da in hohem Maß fast jeder einzelne versucht, ein Stück seiner Zukunft zu erfahren. Horoskope werden in Zeitungen, Zeitschriften und auch im Internet veröffentlicht und bekannt gegeben.

Dennoch, konträr zum weitläufigen Glauben, sind die Horoskope, die in den Zeitungen oder Magazinen veröffentlicht werden nie genau genug um verlässliche Aussagen zu machen. Folglich wird es angeraten, auf diese Vorhersagen nicht sehr viel zu geben. Es ist besser, sich Ratschläge von renommierten Astrologen für eine ausgefeilte und glaubwürdige Horoskopdeutung zu holen, als ein kostenloses Horoskop für bare Münze zu nehmen.

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Dispositor, Dispositorenkette

Posted by admin on August 9th, 2009 and filed under Astrologie | No Comments »

Derjenige Planet, der das Haus beherrscht, in dem ein anderer Planet steht. Auch wenn dieser herrschende Planet dort selbst nicht steht, übt er dennoch einen Einfluss aus, den man als Hausmacht bezeichnen könnte. Da jeder Planet, der sich in einem fremden Haus befindet, dessen »Hausherrn« als Dispositor hat, ergeben sich mitunter ganze Dispositoren-ketten. Eine solche Kette ist dann zu Ende, wenn ein Planet in dem Zeichen steht, das er regiert. Der letzte Planet einer solchen Kette ist der Enddispositor, was ihm im Horoskop, besondere Macht und Würde verleiht. Wenn es in einem Horoskop nur einen einzigen Planeten gibt, der in seinem eigenen Zeichen steht, und wenn dieser zugleich Enddispositor aller anderen Planeten ist, so ist sein Gewicht im Horoskop ungeheuer groß und kann auch stärker als dasjenige des Geburtsgebieters wirken.

Es kann vorkommen, dass es keinen Enddispositor gibt, wenn kein Planet im Zeichen seiner Herrschaft steht – ein Anzeichen dafür, dass der Horoskopeigner Mühe haben könnte, Entschlüsse zu fassen, Entscheidungen zu treffen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Auch Menschen, bei denen sich Dispositorenketten in den Schwanz beißen (Merkur steht in der Waage, damit ist Venus sein Dispositor; Venus ihrerseits steht im Schützen, hat also Jupiter als Dispositor; dieser wiederum steht im Widder, dessen Dispositor Mars wiederum steht in der Jungfrau, hat also Merkur als Dispositor), besteht die Möglichkeit, dass sie dazu neigen, sich im Kreis zu bewegen und unfähig sind, zu schlüssigen Entschei­dungen zu kommen.

Etwas anderes ist es, wenn zwei Planeten, die Enddispositoren mehrerer Planeten sind, gegenseitig in Rezeption sind, das heißt, der eine steht im Zeichen des anderen und jener wiederum im Zeichen, das der erste beherrscht. In so einem Fall bestimmt die Kombination dieser beiden Planeten die Art, in der der Horoskopeigner Entscheidungen fällt. Hierbei eventuell auftretende Aspekte sind zu berücksichtigen.




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