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Das Fische Horoskop

Posted by admin on March 29th, 2011 and filed under Geburtshoroskope | Comments Off on Das Fische Horoskop

Fische und ihr Charakter

Es kann wohl keinem Zweifel unterliegen, dass man unter keinem Zeichen so sanftmütige und friedfertige Menschen findet wie unter dem der Fische. Doch diese sind, wie übrigens auch die Zwillinge, ein sogenanntes „doppelkörperliches” Zei­chen, wie es ja schon ihr Name andeutet. Ausgeprägter als mancher andere trägt jeder Mensch, der in einem solchen Zei­chen geboren ist, zwei Seelen in seiner Brust, wobei, um bei dem Goetheschen Vergleich zu bleiben, die eine sich von der anderen trennen will. Es schwimmen ja auch die beiden Fische des Sternbildes am Himmel in verschiedene Richtungen. Doch während Zwillinge-Menschen oft geradezu in zwei Persönlich­keiten aufgespalten erscheinen, ist bei den Fischen alles viel un­greifbarer, unbestimmter und fließender.

Betrachten wir einmal den ausgesprochen sanftmütigen Typ. Es scheint, als hätte dieser Mensch gar keine Kraft, sich zu wehren, wenn er angegriffen wird, ja nicht einmal Lust dazu, geschweige denn auch nur einen Hauch von Aggressivität. In der Tat ist es so, dass dieser „klassische” Fische-Typ von früh auf mit dem Gefühl des „Ausgesetzt seins” vertraut ist, ganz gleich, wie seine familiären Verhältnisse sein mögen. Stärker als andere spürt er ganz deutlich die Fragwürdigkeit der Exis­tenz, die Hilflosigkeit des Individuums und die Gefahren, die an allen Ecken und Enden lauern.

Der Lebenslauf dieser Menschen wird im Allgemeinen auch ein bemerkenswert ruhiger sein und ihr Schicksal wird von Katastrophen verschont bleiben. Im Umgang mit anderen Menschen ist dieser Typ eine äu­ßerst erfreuliche Erscheinung. Er ist freundlich und rück­sichtsvoll, besitzt einen gelassenen Humor, passt sich bereitwil­lig auch unangenehmen Erfordernissen an und macht sich auf­grund dieser Eigenschaften kaum Feinde. Es besteht natürlich bei diesem Typ die Gefahr, dass er ausgenützt wird oder andere sich auf seine Kosten amüsieren, aber im Allgemeinen schafft diese Haltung doch eine gewisse Unangreifbarkeit, weil sie still an jedes Menschen moralischen Kern appelliert.

Es kann vorkommen, dass ein solcher Mensch sich eine gera­dezu perfide Taktik zurechtlegt; er arbeitet anscheinend kalt und skrupellos mit Hinterlist und Intrigen, und doch gibt gera­de er sich, wenn es niemand erwarten würde, eine Blöße, die erweist, dass er sich im Grunde selbst nicht ganz klar darüber ist, was er eigentlich will.

Die Widersprüche des Fisches sind durch keine noch so aus­geklügelte Analyse aufzulösen – weil er selbst gleichsam die vollzogene Auflösung ist. In seinem Wesen hat alles Platz, der Rücksichtsvollste erweist sich als der größte Intrigant und der Goldfisch als weißer Hai. Dieses Sternzeichen, das doch im Ozean der Gefühle zu Hause ist, bringt Menschen hervor, die sich eiskalt geben und jede Ge­mütsbeeinflussung abstreiten. Das sind nun wirklich Men­schen, die sich nicht mit romantischen Träumereien abgeben, sondern mit beiden Beinen fest auf dem Boden der Realität ste­hen und nur Logik, Vernunft und baren Geldwert anerkennen. Das Ganze hat nur einen Pferdefuß: Diese äußere Eiseskälte ist eine Spur zu forciert, allzu absichtlich zur Schau gestellt als dass ein Psychologe nicht erkennen müsste, dass dahinter eine sehr große Lebensangst steht.

Fische sind Meister im Kompensieren. Wer von ihnen nicht auf große Ansprüche verzichten kann, dem erweist sich das an­geborene Gefühl der Hilflosigkeit und Lebensangst als perma­nenter Stachel im Fleisch. Der Fisch tritt mit einem Gefühl von angeborener Schwäche und Unbedeutendheit in die Welt. Und wer sich nicht damit abfindet und das Beste aus der Sache zu machen versteht (was doch im Grunde das Klügste ist), der versucht, sich und den Mitmenschen ständig zu beweisen, dass er doch Macht hat, dass er etwas zu gelten hat, dass er hart sein kann und nicht etwa ein von Ängsten und undefinierbaren Ge­fühlen hin- und hergeworfener schwacher Träumer ist.

Solche Menschen sind äußerst ehrgeizig, sie können grausam und skrupellos vorgehen. Wenn wir solcherart versuchen, uns dem wahrlich nicht un­komplizierten Charakter des Fische-Menschen von seinen bei­den polaren Erscheinungsformen her zu nähern, so stellen wir also etwas Merkwürdiges fest: Der de facto Sanftmütige er­weist sich bei näherem Hinsehen als einer, der sich sehr effektiv dadurch behauptet, dass er überall „durchschwimmt”, nicht an­eckt, sich anpasst oder sich klug ein Reservat schafft, wo ihm keiner etwas anhaben kann. Er ist im Grunde ein sehr lebens­tüchtiger Mensch, der gesunden Menschenverstand und richti­ges Augenmaß besitzt.

Das Schwierige am Charakter der Fische ist, dass diese Ex­tremtypen nur selten rein und ungebrochen in einzelnen Indivi­duen verkörpert auftreten, sondern dass sich unter diesem Zei­chen im Allgemeinen die buntesten Mischungen und schil­lerndsten Abstufungen ergeben. Gemeinsam ist ihnen fast nur ein einziges Merkmal: Wie Neptun liegt ihnen keineswegs die direkte und spontane Vorgehensweise.

Überall dort, wo es um feste Bindungen, um Nützlichkeit und Notwendigkeit und starre, festgefügte Formen geht, ist der Fisch im Grunde fehl am Platz. Seine stärkste Waffe ist wohl die der Anpassung, der Zurückhaltung und natürlich auch die der Verschleierung. Aber es kann auch sein, dass ein Fisch eine Ordnung, die vorher unerschütterlich schien, in ein heilloses (oder vielleicht doch heilsames?) Chaos verwandelt.

Es ist merkwürdig, wie oft schon die Anwesenheit eines ein­zigen Fisches genügt, um eine bisher völlig klare Situation in ein merkwürdiges Zwielicht zu tauchen. Wo ein neptunischer Fisch auftaucht, kann es sein, dass sich bald niemand mehr aus­kennt — der Fisch am wenigsten. Wo bisher keine Probleme waren, da sind jetzt welche, wo Ordnung und Verstand regier­ten, da greift jetzt, einem vielarmigen Polypen gleich, das Cha­os um sich. Jedoch ist das Chaos schöpferisch. Und oft ist ge­rade der chaotische Fisch der liebenswerteste.

Natürlich sind gerade die Liebesbeziehungen der Fische dementsprechend verworren. Wenn sie es nicht selbst schon ein wenig sind, so geraten sie oft an einen Partner, der ausge­sprochen „schrullig” ist. Die größte Gefahr aber bedeutet für die Fische ihre Neigung, sich über Enttäuschungen und Versagen mit Alkohol oder an­deren Rauschmitteln hinwegtrösten zu wollen.

Durchgängig bei fast allen Fischetypen ist der Hang zu Täu­schung und Vernebelung der Realität. Niemand kann so intensiv mitleiden wie ein Fische-Mensch, niemand aber muss bisweilen auch selbst so leiden. Das zwölfte Haus, das in der Astrologie den Fischen zugeordnet ist, ist der Bereich der freiwilligen wie der unfreiwilligen Isolation, und somit auch der der Gefangenschaft und der Strafe.

Die uralte Lehre der Astrologie weiß um diese tiefgründigen Zusammenhänge. So ordnet sie dem Fische-Haus die Gefäng­nisse wie die Klöster, die Frömmigkeit wie die Kriminalität zu. In jedem Fisch schlummert ein Mystiker. Sein Reich ist das der Grenzüberschreitung, des Immateriellen und Unwägbaren. Bleibt er im Stofflichen verhaftet, so verfällt er nur zu leicht fi­nanziellen Spekulationen und Illusionen; er täuscht und wird getäuscht. Dahinter steckt auch nur die Beziehungslosigkeit von irdischem Besitz. Es treibt ihn ständig etwas über die Grenze des Gewöhnlichen und des Vergänglichen hinaus. Er muss seine Chance aber in der Ablösung vom Materialismus erkennen, denn mit diesem wird er letztlich nur Schiffbruch er­leiden.

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