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Die Deutung des Geburtshoroskops

Posted by admin on June 20th, 2011 and filed under Geburtshoroskope | Comments Off on Die Deutung des Geburtshoroskops

Die Deutung eines Geburtshoroskops ist der eigentliche Beitrag des Astrologen, da die Herstellung der Horoskopzeichnung – das heißt einfach die Berechnung der Himmelskonstellationen zum Geburtszeit­punkt – eine Angelegenheit der Astronomie ist. Beispiele für Deutungen werden wir später noch behandeln, daher erwähnen wir an dieser Stelle nur ein paar Leitlinien. Jeder der Planeten, jedes der Tierkreiszeichen und der Häu­ser hat eine Grundbedeutung, wie sie in der Tabelle ange­führt ist. Wie diese Bedeutungen ursprünglich festgestellt wurden, ist nicht klar. Manche Astrologen behaupten, ohne einen historischen Nachweis dafür zu erbringen, dass sie sich auf jahrhundertelange Beobachtungen stützten. Andere ver­stehen ihre Ableitung rein symbolisch. Beispielsweise wer­den die Planeten manchmal mit Eigenschaften in Verbindung gebracht, die durch ihre Erscheinungsweise nahegelegt wer­den. Die rote Farbe des Mars lässt an Blut und Krieg denken und daher an ein kriegerisches und kraftvolles Temperament.

Planeten

Sonne Selbstausdruck
Mond Reaktionsweise
Merkur Mentalität
Venus Harmonie
Mars Kraft
Jupiter Ausdehnung
Saturn Begrenzung
Uranus Veränderung
Neptun Verschwommenheit
Pluto Elimination

Tierkreiszeichen

Widder Bejahend
Stier Besitzergreifend
Zwillinge Vielseitig
Krebs Feinfühlig
Löwe Schöpferisch
Jungfrau Kritisch
Waage Harmonisch
Skorpion Heftig
Schütze Frei
Steinbock Ehrgeizig
Wassermann Unabhängig
Fische Verschwommen

Häuser

1 Persönlichkeit 7 Freunde
2 Besitz 8 Erbschaften
3 Geistige Interessen 9 Forschungen
4 Häuslichkeit 10 Beruf
5 Vergnügungen 11 Ziele
6 Arbeit 12 Selbstaufgabe

Die Helligkeit von Jupiter legt Fröhlichkeit und eine joviale, gesellige Persönlichkeit nahe. Der bleiche Schimmer von Sa­turn verweist auf einen ernsten, vorsichtigen Typus. Auch im Tierkreis ist jedes Zeichen mit einem eigenen Persönlichkeits­merkmal verknüpft, das gewöhnlich mit den Eigenschaften korrespondiert, die man mit dem entsprechenden Tier oder dem Gegenstand assoziiert. Das Sonnenzeichen Löwe, das unter der heißen Augustsonne erscheint, wird daher mit der feurigen und majestätischen Kraft des Königs der Wüste in Verbindung gebracht.

Um ein anderes Beispiel anzuführen: das Zeichen des Stein­bockes erinnert an Klettern und verweist daher auf ein ehr­geiziges Temperament. Da der Steinbock das zehnte Zeichen ist, versteht man per analogiam das zehnte Haus als dasjeni­ge, das es mit Ehrgeiz, Beruf und Aufstieg zu tun hat. Wel­ches immer die ursprünglichen Ableitungen gewesen sein mögen: diese Bedeutungen sind durch die Tradition überlie­fert und werden in zahllosen Lehrbüchern mehr oder minder unverändert immerzu wiederholt.

Für die Deutung einer bestimmten Horoskopzeichnung wer­den diese Bedeutungen auf ausgeklügelte Weise untereinan­der kombiniert: der Planet ist die Wesenskraft, das Tierkreis­zeichen zeigt, wie sie sich ausdrückt, und das Haus ist die Stelle, wo sie sich ausdrückt. Das folgende Beispiel veran­schaulicht, wie das funktioniert:

Mond in der Waage im zehnten Haus

Mond (Wesenskraft) = Reaktion

Waage (Ausdruckskraft) = harmonisch

Zehntes Haus (Ausdrucksstelle) = Beruf

Deutung: anziehendes harmonisches Wesen, das die Grundlage einer erfolgreichen Berufslaufbahn bilden kann.

Die Deutung wird durch verschiedene Differenzierungen modifiziert: Zum Beispiel durch etwaige Merkmale, welche die von Planeten besetzten Zeichen gemeinsam haben (Pola­rität, Eigenschaft und Element) oder welche sie mit dem be­setzenden Planeten teilen (Herrschaft und Erhöhung). Jeder Planet kann auch in einem Aspekt zu einem anderen Plane­ten stehen, wodurch sich einfach die Bedeutungen kombinie­ren, wie das folgende Beispiel zeigt:

Sonne (Selbstausdruck) in Aspekt zu Mars (Kraft)

Leichter Aspekt = kraftvoll, energisch

Schwieriger Aspekt = streitsüchtig, übellaunig

Diese Interpretationen der Aspekte werden gleichfalls durch Tierkreiszeichen- und Hauspositionen modifiziert. Wenn sich beispielsweise im schwierigen Aspekt die Sonne im zweiten Haus (Besitz) befand und Mars im fünften Haus (Vergnügungen), weist dies auf Streitlust und Übellaunigkeit und Geldverschwendung zum Vergnügen hin. Nachdem er jeden Faktor einzeln gedeutet hat, fügt der Astro­loge sie nun alle zusammen und nimmt sorgfältig die Ge­samtdeutung des Horoskops vor. Das ist der Punkt, an dem die Probleme beginnen, weil die Faktoren sowohl zahlreich als auch oft widersprüchlich sind. Es fällt einem Astrologen nur zu leicht, in einem Horoskop zu sehen, was er darin se­hen möchte. Beethovens Geburtshoroskop beispielsweise lässt sich leicht so deuten, dass es das Gegenteil aussagt: so lie­ße sich Fehlen musikalischer Begabung mit dem Saturn (Be­grenzung) in Opposition zur Himmelsmitte in Zusammen­hang bringen, eine angenehme, friedfertige Person lässt der Herr des Horoskops, nämlich Venus (Harmonie), erkennen, und Saturn (Ordnung, Begrenzung) im vierten Haus (Häus­lichkeit) samt Venus (Liebe, Harmonie) im Steinbock (regiert von Saturn) verweisen auf ein geordnetes Privatleben. Unverkennbar hängt alles von dem Verfahren der Horoskop­synthese ab. Daher möchte man unzweideutige Regeln er­warten, die einem sagen, wie genau der eine Faktor gegen den andern abzuwägen sei. Doch die Astrologen waren nicht imstande, sich auf solche Regeln zu einigen (in der Tat be­haupten viele, Regeln seien unerheblich für das, was sie empfinden, es handle sich vielmehr um einen rein intuitiven Prozess), und die einzige allgemein anerkannte Regel besagt, dass kein Faktor für sich allein beurteilt werden dürfe. Solan­ge man dies berücksichtigt, ist also alles möglich – einschließ­lich einer Hoffnung auf klare Resultate für die Erforscher der Astrologie!

Es ist offensichtlich angebracht, die Frage zu stellen, wie ein derart ausgefeiltes subjektives Verfahren die Grundlage einer wissenschaftlichen Untersuchung bilden kann. Doch dieser Einwand trifft die Sache nicht. Falls die der Astrologie zu­grunde liegenden Lehrsätze richtig sind, sollten sie, ungeach­tet aller sonstigen Finessen, für sich selbst sprechen. Um ein Analogon anzuführen: nehmen wir an, wir überprüfen die Überzeugung, dass es einen Zusammenhang zwischen Er­nährung und Körpergewicht gebe. Natürlich kommen zahl­reiche andere Faktoren mit ins Spiel, so etwa Erbanlage, Al­ter, Körperbewegung, Gesundheit und so fort. Dennoch dür­fen wir, wenn unsere Auswahl groß genug ist, Anzeichen da­für finden, dass dicke Menschen meist gut genährt sind, hun­gernde Menschen meist mager. Wenn an der Astrologie et­was Wahres ist, muss sie einen solchen Test bestehen. Sehen wir also zu.

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