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Was ist eigentlich ein Horoskop?

Posted by admin on November 24th, 2010 and filed under Astrologie | Comments Off on Was ist eigentlich ein Horoskop?

Die Astrologen sind der Überzeugung, dass gewisse kosmi­sche Faktoren unser Leben von Geburt an beeinflussen.

Zu diesen Faktoren gehören:

– Sonne und Mond

– die Planeten Merkur bis Pluto

– manche Kleinplaneten wie Pallas und Juno (Asteroiden) sowie Chiron und Pholus (Kleinplaneten zwischen Saturn und Neptun)

– der Mondknoten (der Schnittpunkt der Mondbahn mit der Ekliptik)

– der Brennpunkt der Mond-Ellipse (genannt „Lillith”) sowie weitere, unbewiesene Himmelskörper.

Keinen Einfluss haben dagegen die Sterne, auch nicht die Sternbilder. Wenn den Astrologen von Gegnern vorgehalten wird, sie würden mit falschen Sternbildern arbeiten, so ist dies nicht richtig. Die Astrologen stützen sich bei ihrer Tätigkeit keineswegs auf Sternbilder, sondern auf Tierkreiszeichen. Dass beide gleiche Namen haben, ist historisch bedingt, hat aber nichts mit der Wirkungsweise der Astrologie zu tun.

In der Astrologie spielt die Zeit eine große Rolle, und zwar sowohl die Tages- als auch die Jahreszeit:

Die Jahreszeit wird durch Angabe des Tierkreiszeichens be­rücksichtigt, in dem sich Himmelsfaktoren zur Zeit der Geburt aufhalten. Wenn jemand sagt, er sei ein Schütze, so meint er damit, zur Zeit seiner Geburt stand die Sonne in einem be­stimmten Zeichen, also in einem bestimmten zeitlichen Abstand vom Beginn der Tierkreiszählung, dem Frühlingspunkt. Im Prinzip ist der Tierkreis also eine Verfeinerung des Jahresab­laufes. Ein Tierkreiszeichen beeinflusst die Wirkung des Him­melsfaktors, z. B. der Sonne, aber auch der anderen Planeten. Es wirkt wie eine Art Farbfilter, der die Wirkung eines Plane­ten verändert.

Die Tageszeit findet ihren Niederschlag in den Häusern, laut Astrologie Gebiete des menschlichen Lebens, in denen ein Himmelsfaktor Einfluss hat. Ein wichtiger Faktor ist ferner der Aszendent, die Spitze des ersten Hauses und der Punkt der Ekliptik, der zur Zeit der Geburt gerade aufsteigt.

Zur Veranschaulichung aller kosmischen Einflussgrößen brauchte man eine dreidimensionale Darstellung des Himmels, im Zeitalter der Computergrafik kein Problem. Doch da die Astrologie gewisse Traditionen wahrt und zudem die Planeten fast in einer Ebene liegen — in der Ebene der Ekliptik — begnügt sie sich mit der Darstellung dieser Ebene. Sie wird als Kreis ge­zeichnet, alle wichtigen Faktoren und ihre gegenseitigen Wech­selwirkungen finden Platz auf diesem Kreis. Das Ganze nennt man dann Horoskop.

Ein Horoskop ist also das vereinfachte zweidimensionale Ab­bild des Sternenhimmels zu einem bestimmten Zeitpunkt (Ge­burtszeit), von einem bestimmten Ort der Erde aus gesehen (Geburtsort).

In ein Horoskop werden die Planeten und die anderen Fak­toren eingezeichnet — der Tierkreis, die Häuser sowie die Win­kelbeziehungen zwischen den Horoskop-Faktoren, Aspekte genannt. Schauen wir uns den Aufbau eines typischen Horos­kops an!

Der wichtigste Teil ist die waagerechte Linie. Sie bezeichnet den Horizont. Planeten unterhalb des Horizonts befanden sich auch zur Zeit der Geburt unterhalb des Horizonts, waren also unsichtbar (im Beispiel von links nach rechts: Uranus, Saturn, Jupiter, Pluto, Mondknoten, Neptun). Planeten oberhalb des Horizonts befanden sich auch zur Zeit der Geburt oberhalb des Horizonts, waren also sichtbar (im Beispiel von rechts nach links: Mond, Mars, Merkur, Sonne, Venus).

Hier kann man schon die erste Deutung vornehmen. Je mehr Planeten unterhalb des Horizonts liegen, desto mehr lebt dieser Mensch in seiner eigenen Welt. Er hat eine reiche Fantasie, aber Schwierigkeiten, sich in der „wahren” Welt durchzuset­zen. Je mehr Planeten oberhalb des Horizonts liegen, desto mehr lebt dieser Mensch in der Wirklichkeit. Er kann sich gut durchsetzen, hat aber Schwierigkeiten, sein Innenleben zu er­kennen.

Ganz links im Bild liegt der Aszendent (abgekürzt „AC”), das ist der Punkt am östlichen Horizont, also dort, wo die Sonne aufgeht. Bei einer Geburtszeit um Sonnenaufgang müsste im Horoskop die Sonne also direkt am Aszendenten liegen. Gleichzeitig ist der Aszendent die Spitze des ersten Hauses.

Dem Aszendenten gegenüber liegt der Deszendent (von lat. „descendere” = untergehen, abgekürzt „DC”), also dort, wo die Sonne untergeht. Bei einer Geburtszeit um Sonnenuntergang müsste im Horoskop die Sonne also direkt am Deszendenten liegen. Gleichzeitig ist der Deszendent die Spitze des siebten Hauses.

Der höchste Punkt des Himmels, Zenit genannt, liegt nicht auf der Ekliptik, ist also in einer Horoskopzeichnung nicht sichtbar. Projiziert man ihn ins Horoskop (auf die Ekliptik), dann entsteht ein Punkt, der als MC bezeichnet wird, das ist ei­ne Abkürzung für „medium coeli” = Himmelsmitte. Er ist die Spitze des zehnten Hauses. Das Gegenteil, der tiefste Punkt des Himmels, heißt Nadir, für seine Projektion auf die Ekliptik steht die Abkürzung IC, lat. „immum coeli” = Himmelstiefe. Er ist die Spitze des vierten Hauses. Diese Punkte bedeuten nun, ganz grob gesagt, Folgendes: AC: Erscheinungsbild, DC: Be­ziehung zu Partnern, MC: Lebensziele, IC: Kindheit.

Die Zahlen am Rand des Horoskops stehen für die Spitzen der übrigen Häuser. Außen sehen wir den Tierkreis, gekenn­zeichnet durch seine Symbole, innen die Planeten, ebenfalls ge­kennzeichnet durch die entsprechenden Symbole, die durch unterschiedlich dicke und unterschiedlich farbige Striche ver­bunden sind. Die Farben weisen auf die Art des Aspektes hin, die Dicke auf die Genauigkeit.

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Astrologie und Statistik

Posted by admin on September 26th, 2010 and filed under Astrologie | Comments Off on Astrologie und Statistik

Der Franzose Michel Gauquelin hat ausgehend von tiefer Skepsis gegenüber der Astrologie statistische Untersuchungen angestellt, die zunächst dem Ziel dienten, die Unwissenschaftlichkeit astrologischer Aussagen nachzuweisen. Wie nicht anders zu erwarten, gelang ihm das mühelos. Zu seinem eigenen Erstaunen bemerkte er allerdings im Folgenden, dass der Einfluss der Stellung bestimmter Planeten – besonders des Mars – auf die Ausbildung bestimmter Fähigkeiten besondere, überdurchschnittliche Auswirkungen zu haben schien, und zwar besonders dann, wenn der Planet zum Zeitpunkt der Geburt dieses Menschen am Horizont (Aszendent oder Deszendent) oder am höch­sten Punkt des Himmels (Medium Coeli) stand.

Bei der Überprüfung der statistischen Wahrscheinlichkeit dessen, dass Men­schen, die als Widder geboren wurden, bestimmte Eigenschaften besitzen, die von Astrologen als typisch für den Widder hingestellt wurden, erlebte Gauque­lin jedoch Schiffbruch. Das Erstaunliche ist, dass ihn dies verwunderte, ob­gleich er zuvor bereits den gleichen Schiffbruch mit dem Versuch erlitten hatte, eine Korrelation des Sonnenstandes mit bestimmten Begabungen nach­zuweisen. Wenn dies nicht möglich ist, kann auch die Verbindung mit den Tierkreiszeichen nicht funktionieren, denn diese sind ja definiert als dasjenige Zeichen, in dem die Sonne zum Zeitpunkt der Geburt stand. Sonnen- oder Tierkreiszeichen-Horoskope sind eben nicht aussagekräftig genug – mit einer Untersuchung der Geburtsherrscher hätte Gauquelin vermutlich mehr Glück gehabt.

Berechnungen der Massenanziehungskraft der verschiedenen Faktoren, die bei der Geburt eines Kindes anwesend sind, wurden zum Streitfall, etwa ob die Gravitationskraft des im Kreißsaal anwesenden Arztes größer oder kleiner sei als die des Planeten Mars – eine pure Haarspalterei. Denn die Massenanzie­hungskraft des Mondes ist jedenfalls größer als die beider, und sie wird bei weitem überstrahlt von jener der Sonne. Nun ist die des Mondes, wie wir alle wissen, gerade so groß, dass es einen Unterschied ausmacht, wo der Mond gerade steht – wie man an dem Unterschied zwischen Ebbe und Flut leicht merken kann. Die Anziehungskraft der Sonne hingegen scheint grundsätzlich so groß zu sein, dass die relative Position (Tagesspitze/Nachttiefe/Auf­gang/Untergang) und daraus hervorgehende Unterschiede in der Wirkung völlig belanglos sein dürften. Das kann man sich wie bei einer Verbrennung vorstellen: Ob die Herdplatte 180° oder 200° heiß ist, ist für die Hand, die sich an ihr verbrennt, ziemlich gleichgültig. Oder anders ausgedrückt: Mehr als reagieren kann das Neugeborene nicht auf die Sonnenenergie.

Andere, entferntere Planeten wirken hingegen sehr wohl in Abhängigkeit von ihrer Stellung unterschiedlich stark, wie das oben angesprochene Beispiel von Mars zeigte. Das lässt sich wohl damit erklären, dass sie anders wirken als die Sonne – was kein Wunder ist, schließlich handelt es sich um Planeten, nicht um Sterne – und bei ihnen ein Unterschied stärker ins Gewicht fällt. Das kann man sich vorstellen wie ein leises Geräusch, etwa das einer fallenden Schraube, das sich bei einem lauten, gleichförmigen Geräusch, etwa dem Gedröhn der Motoren eines Flugzeugs, sehr wohl durchsetzt und vor allem wegen seiner Andersartigkeit gehört wird.

Gauquelin schloss weitere Untersuchungen über die Auswirkung der Plane­ten auf den Menschen zum Zeitpunkt der Geburt an. Das ungeborene Kind bestimme seinen Geburtstermin normalerweise selbst, indem es durch Hor­monausschüttungen den Geburtsvorgang einleite. Bestimmte Planeteneffekte, die mit dem Horoskop der Eltern zusammenhängen, treten nach Gauquelin in überdurchschnittlich höherem Maße dann ein, wenn die Geburt an einem Tag mit intensiven geomagnetischen Störungen stattfindet. Die Planeten, auf deren Konstellationen ja die Erdmagnetfeldschwankungen zurückzuführen sind, wirken damit als Geburtshelfer und sorgen dafür, dass jeder Mensch sein eigentliches Schicksal bekommt.

Dieser Vorgang wird als Folge der seit vierzig Jahren üblichen medizinischen Eingriffe in den Geburtsvorgang immer seltener. Die Frage, ob eigentlich ein Kind, das »geholt« wird, mit dem Horoskop vom Tag seiner tatsächlichen Geburt sein »eigentliches« Horoskop erhält, oder ob dieses erst etwas später, an seinem gewollten Geburtstermin, gestellt werden sollte, ist interessant. Daran knüpft sich die Frage: Hat dieses Kind tatsächlich sein eigenes Schicksal, oder wie ist dieser Eingriff zu bewerten? – eine rein theoretische Erörterung, die bereits an der Definition dessen scheitert, was der »eigentliche« Geburts­zeitpunkt wäre.

Übrigens steht Gauquelin nicht allein: Im Januar 1972 wurde im Time Magazine ein Report der Atomforscher von Albuquerque veröffentlicht, dem­zufolge die Unfallgefahr für einen Menschen dann erhöht ist, wenn sich der Mond in der gleichen Stellung wie bei seiner Geburt befindet oder aber in der Opposition dazu.

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Horoskop und psychologische Beratung

Posted by admin on August 9th, 2010 and filed under Astrologie | Comments Off on Horoskop und psychologische Beratung

Der Psychologe und Astrologe Fritz Riemann trat überzeugend für einen Einsatz der Astrologie in der psychologischen Beratung ein. Er schildert die Situation für jeden, der sich noch in den siebziger Jahren mit Astrologie befassen wollte: »Die Ablehnung der Astrologie von Seiten der Wissenschaft, die sie zum Aberglauben stempelt, hat dazu geführt, dass sie vorwiegend von »Außenseitern« betrieben wird. Das wiederum hatte die Folge, dass man bei ernsthafter Beschäftigung mit ihr damit rechnen muss, an Vertrauenswürdig­keit zu verlieren – als Therapeut bei Patienten und Kollegen. Bei Kollegen gilt das allerdings vorwiegend von Psychoanalytikern aus der Schule von Freud; Therapeuten Jungscher Richtung sind für die Verbindung von Astrologie und Psychotherapie aufgeschlossener.

Psychoanalytikern ist astrologisches Denken gar nicht so fremd, denn beide gehen von einem Grundkonzept sehr früher Prägungen aus, auf denen die Persönlichkeitsentwicklung aufbaut. Beide meinen, dass diese frühen Prägun­gen für eine gesunde Wesensentfaltung aufgedeckt werden sollten, denn wenn wir unsere Anlagen und Möglichkeiten erkennen (das klassische Stärken-Schwächen-Profil im tieferen Sinn), können wir Vergangenheit aufarbeiten und damit einen befreiten Umgang mit unserer Persönlichkeit beginnen.

Der Analytiker, der die Grundstruktur der Persönlichkeit eines Patienten in Form seines Horoskops vor sich hat, verfügt damit über ein wichtiges externes Korrekturmittel, das ihm hilft, bei Übertragungen und Gegenübertragungen nicht den Patienten aus den Augen zu verlieren.

Diese Funktion kann das Horoskop umso leichter erfüllen, als sich einige Planetenprinzipien ohne Schwierigkeiten in psychoanalytische Terminologie übertragen lassen: Die Sonne entspricht dem Drang nach Freiheit und Auto­nomie zwischen den Extremen von narzisstischem Größenwahn und mangeln­der Kraft zur Selbstbestimmung, der Mond entspricht den unbewussten Regio­nen der Seele zwischen Traumwelt und oraler Mutterbindung, Merkur ver­körpert das Denken zwischen intellektuellem Skeptizismus und ungenügend entwickelter Denkfunktion als Extreme, und so weiter. Der Blick in die Zu­kunft, der in der Astrologie über die Beobachtungen künftiger Planetenbewegungen und daraus resultierender Konstellationen möglich ist, hilft mögli­cherweise, bei Suizidgefährdeten den Zeitpunkt der nächsten Krise einzugren­zen.

Das Horoskop präsentiert sich insgesamt als wichtige und dazu objektive Ergänzung des Bildes einer Persönlichkeit, was gerade bei Therapeuten sehr hilfreich sein kann. Da man in der Praxis nicht von jedem Therapeuten erwarten kann, dass er eine astrologische Ausbildung absolviert, könnte er den Patienten bitten, sein Horoskop mit einem erfahrenen Astrologen zu besprechen, oder sich von diesem die Erlaubnis holen, das an seiner Stelle zu tun.

Gleichzeitig sollte aber auch ein Astrologe, der als praktizierender Berater tätig ist, eine informatorische tiefenpsychologische Analyse durchgemacht haben, um zu verhindern, dass er eigene unbewusste Probleme in ein zu besprechendes Horoskop projiziert. Eine andere Möglichkeit, dies zu vermei­den, könnte darin bestehen, dem Leser eines astrologischen Ratgebers das Horoskop des Autors vorzulegen, damit dieser selbst auf derartige Übertragun­gen aufmerksam werden und sie bei der Lektüre berücksichtigen kann.

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